Ratten-Wohnungen
Im Verlaufe meiner "Karriere" als Rattenhalter habe ich in verschiedenen Wohnungen gewohnt und meinen Pelznasen je nach den Möglichkeiten der jeweiligen Wohnung verschiedene selbstgebaute Käfige angeboten. Sie sind allesamt recht komfortabel und praktisch, haben aber teilweise auch kleine Nachteile, wie sich aus den folgenden Beschreibungen ergibt.

AAAAALLLLLLLLLLLLLLLLLOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOODie Hauptwohnung wurde im April 2000 fertig gebaut und eingerichtet; es handelt sich dabei um einen ausrangierten Apotheken-Schrank mit den Maßen 2,10 m (Höhe) x 1 m (Breite) x 40 cm (Tiefe), der irgendwann vor einige Monate zuvor mal zwecks Sperrmüll - Entsorgung vor einer Stralsunder Apotheke lag.

Nach vorn und zu den Seiten ist er verglast, so dass man die Ratten überall sehr gut beobachten kann. Eine der auf halber Höhe unterbrochenen Seitenscheiben war zwar bereits kaputt, als wir den Schrank "einsammelten"; allerdings war das nicht so sehr schlimm, da ich ohnehin eine davon herausgenommen und durch Maschendraht ersetzt hätte, um die Sauerstoffversorgung zu sichern und auch die Nippeltränken von außen einhängen zu können. Andererseits hätte ich die Scheibe auch gleich als untere vordere Begrenzung verwenden können, die verhindert, dass einem die ganze Einstreu entgegenfällt, sobald man den Käfig öffnet. So musste ich dafür erst eine andere Glasscheibe besorgen.

Diese Begrenzungsscheibe habe ich - wie auf dem Bild rechts erkennbar - in eine aus Sperrholz gebastelte Führung eingeschoben, so dass ich sie jederzeit nach oben herausziehen und die Einstreu einfach "herausfegen" kann, wenn die Käfiggroßreinigung dran ist. Da die Doppeltür über die gesamte Breite und Höhe des Käfigs geht, lässt sich zudem die gesamte Einrichtung mit wenigen Handgriffen entfernen - auch das erleichtert die Reinigung ungemein :-))).

Ganz oben habe ich eine Etage freigelassen, in der ich Futter, Einstreu und sonstiges Zubehör aufbewahre; auch das ist sehr praktisch und platzsparend. Bei dem großen Schrank nehme ich an, dass meine Ratten mir das verzeihen........
In den Schrank habe ich ein Stück von einer Kiefer gestellt, das ich nach einem Sturm im Wald eingesammelt habe, und um dieses herum Etagen aus lackiertem Sperrholz eingezogen. Wo es sich anbot, habe ich dabei Weiden- und Bastkörbchen, eine Hängematte sowie geräumige Heu-Nester befestigt, in denen die Ratten gern schlafen, je nach Stimmung allein oder "gehäuft" mit mehreren anderen. Zur Befestigung habe ich übrigens statt Schnur oder ähnlichem Pfeifenreiniger benutzt - das sind ca. 30 cm lange, beliebig verformbare Drahtstücke, die mit bunten Fasern verkleidet sind. So sieht das Ganze nett aus und wird trotzdem nicht durchgeknabbert.....
Über die hölzerne Rückwand habe ich übrigens zwei Bahnen Maschendraht gespannt, der teilweise von den Ratten mit zum Klettern benutzt wird und zudem das Anbringen von Nisthäuschen usw. ermöglicht. Ich habe dabei allerdings bewusst nicht darauf geachtet, die gesamte Breite abzudecken, da meine Ratten ohnehin keine Ambitionen zeigen, sich durch die Rückwand zu nagen. Eine zusätzliche Sicherungsfunktion hat dieser Draht also nicht.

Zum Klettern gibt es neben dem Baum und dem Maschendraht an der Rückwand diverse Leitern, die im Zoohandel hauptsächlich für Vogelkäfige angeboten werden, sowie Stücke von Drainage-Rohren aus dem Baumarkt, durch die meine Ratten nach anfänglichem Misstrauen mit wachsender Begeisterung hindurchlaufen.
Das Zeug ist extrem billig (ich glaube es kostete damals nicht einmal 3,- DM pro Meter) und bietet den Ratten, da es geriffelt ist und viele kleine Löcher aufweist, die Möglichkeit, sich daran festzukrallen, so dass sie sogar senkrecht darin emporklettern können. Man sollte nur auf einen ausreichend großen Querschnitt achten..........

Hier links sieht man nochmal ziemlich genau die Befestigungsmethode mit den Pfeifenreinigern. Die Körbchen polstere ich mit einigen Blättern Küchenrolle, die ich täglich erneuere. Wenn es sehr warm ist, liegen die Ratten fast ausschließlich in den Körbchen, auch und bevorzugt übereinander, eben auf dem "Haufen"...... Wenn es kälter ist, verkriechen sie sich aber lieber in das Sperrholzhäuschen ganz unten oder in die aufgehängten Heu-Nester.

Ganz offensichtlich wussten meine Ratten die Vielfalt der verschiedenen Schlafmöglichkeiten des Käfigs sehr zu schätzen. Bei diesem Käfig hatte ich jedenfalls erstmals ab und zu Probleme, die Ratten herauszulocken, wenn es zum Auslauf in das andere Zimmer gehen sollte. Dagegen ließen sie sich problemlos einsammeln, wenn es gegen 22.00 oder 23.00 Uhr zum Schlafen wieder hineingehen soll. Früher, als sie noch ausschließlich in den anderen Käfigen (siehe nächste Seite) wohnten, war es eher umgekehrt - die Tür konnte nie schnell genug aufgehen, und beim Einsammeln musste man jedesmal aufpassen, dass nicht gleich zwei wieder ausbüchsten, wenn man eine in den Käfig setzte..... :-))))

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